Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik

09.2026 | Publikationen: Konferenz Mensch und Computer 2026

Arun, Paula; Müller, Francesca; Frings, Niklas; Fiedrich, Frank (2026): LLM-Supported situational awareness in Crisis Management – Potentials, Risks, and Requirements for Human–AI Collaboration. Mensch und Computer 2026 - Tagungsband. DOI: 10.18420/muc2026-mci-ws100-239. Gesellschaft für Informatik e.V.. MCI-WS100: 13. Workshop Mensch-Maschine-Interaktion in sicherheitskritischen Systemen: Wer entscheidet im Ernstfall?. Duisburg. 30. August - 02. September 2026.

Tertsch, Georg; Müller, Francesca (2026): Kompetenzen von Stabsmitarbeiter:innen und Virtual Operations Support Teams an die Lagebilderstellung im Krisenmanagement. Mensch und Computer 2026 - Tagungsband. DOI: 10.18420/muc2026-mci-ws100-241. Gesellschaft für Informatik e.V.. MCI-WS100: 13. Workshop Mensch-Maschine-Interaktion in sicherheitskritischen Systemen: Wer entscheidet im Ernstfall?. Duisburg. 30. August - 02. September 2026.

22.03.2026 | Masterthesis im Projekt

Tertsch, G. (2026). Kompetenzanforderungen in der Lagebilderstellung: Kompetenzen von Stabsmitarbeiter:innen und Virtual Operations Support Teams im Krisenmanagement. Masterthesis. Akkon Hochschule für Humanwissenschaften.

01.2026 | Publikation: Crisis Prevention 04|2025

Müller, F., Tomczyk, S., Tutt, L., Karutz, H. & Fiedrich, F. (2025). VOST: Das psychosoziale Lagebild des digitalen Raumes in der Arbeit des Virtual Operations Support Teams. Crisis Prevention, 4(2025). Link.

14.07.2025 | Kleingruppenarbeit im Projekt

Caeners, F., Klatt, H., Kosciessa, T. (2025). Analyse der Nutzung sozialer Medien zur Kommunikation von psychosozialen Bedürfnissen im Kontext von Krisen und Katastrophen mittels einer Pfadanalyse. Bachelorthesis. Bergische Universität Wuppertal.

05.2025 | Publikation: Proceedings of the International ISCRAM Conference, 22

Müller, F., Tomczyk, S., Oppers, J. D. & Fiedrich, F. (2025). Sociodemographic Characteristics of Social Media Users in Crisis and Disaster Situations: Results of a Representative German Online Panel. ISCRAM Proceedings, 22. DOI: https://doi.org/10.59297/k7w0rs92

17.04.2025 | Wissenschaftliche Arbeit im Projekt

Hering, R. H. (2025). Informationsverlust bei Ablösung in Stabsübungen. Wissenschaftliche Arbeit. Bergische Universität Wuppertal.

02.04.2025 | Bachelorthesis im Projekt

Arun, P. L. (2025). Einsatz von Large Language Models (LLMs) im Krisenmanagement – Erkenntnisse, Herausforderungen und praxisorientierte Ansätze für die Lagebilderstellung. Bachelorthesis. Bergische Universität Wuppertal.

29.03.2025 | Wissenschaftliche Arbeit im Projekt

Sahin, M. (2025). Komplexe Planspiele im Krisenmanagement - Herausforderungen und Potenziale in der Umsetzung. Wissenschaftliche Arbeit. Bergische Universität Wuppertal.

03.2026 | Masterthesis im Projekt

Wielgosch, T. (2025). Herausforderungen und Gelingensbedingungen des Lage- und Informationsmanagement für Stabsarten in spezifischen Katastrophensituationen. Masterthesis. Bergische Universität Wuppertal.

Kurzzusammenfassung:

Das Lage- und Informationsmanagement von Stäben ist im Rahmen eines elektiven Managements von Krisen und Katastrophen, insbesondere vor dem Hintergrund der steigenden Intensität und Häufigkeit klimainduzierter Szenarien von zentraler Relevanz. Die Verfügbarkeit präziser und relevanter Informationen, zum richtigen Zeitpunkt, bei den richtigen Entscheidungsträgern ist hierbei maßgeblich für die Qualität von Entscheidungen. Besonders bei Hochwasser- und Starkregenereignissen entstehen komplexe Informationsströme, welche koordiniert werden müssen. Die praktische Umsetzung offenbart jedoch Schwachstellen: Trotz umfangreicher Datenerhebung scheitert häufig die elektive Verteilung und Verarbeitung von Informationen, beispielsweise durch organisatorische Dysfunktionalitäten. Diese Masterarbeit widmet sich vor
diesem Hintergrund der Identifikation von Anforderungen an das Lage- und Informationsmanagements (RQ1) und formuliert hierauf aufbauend konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis (RQ2). Die Ergebnisse basieren dabei auf einer qualitativen Auswertung von acht leitfadengestützter Experteninterviews von Mitgliedern aus Verwaltung- und Führungsstäben, sowie deskriptiven Analysen quantitativer Befragungsdaten aus einem abgeschlossenen Forschungsprojekt des betreuenden Fachgebietes. Die Auswahl der Befragten erfolgte kriteriengeleitet in Abhängigkeit zu der vorhandenen Erfahrung und der Art des Stabes.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die schnelle Verfügbarkeit glaubwürdiger und korrekter Informationen für Stäbe von zentraler Bedeutung ist. Grundsätzlich sieht sich ein effizientes Informationsmanagement jedoch mit der Herausforderung konfrontiert große Datenmengen bewältigen zu müssen unter zeitgleicher Berücksichtigung der begrenzten Verarbeitungskapazität des Menschen. Daher sind die Strukturierung, Aufbereitung
und Speicherung von Informationen sowie die Vermeidung von Informationsdefiziten zentral. Ausgehend von den identifizierten Erkenntnissen sollte es das Ziel sein, das Situationsbewusstsein der Stabsmitglieder zu schärfen, Zeit als entscheidende Dimension der Stabsarbeit in alle Prozesse zu integrieren, strukturierte Entscheidungshilfen zu bieten und den gruppenbasierten Entscheidungsprozess zu fördern. Auf Basis dieser
Anforderungen wird der Einsatz digitaler Lösungen, insbesondere Stabssoftware von den befragten Experten empfohlen. Weitergehend sollte das Lage- und Informationsmanagement als fester Bestandteil der Stabsdienstordnung integriert werden, inklusive klarer Vorgaben zur Strukturierung der Entscheidungsprozesse. Planbare Informationsbedarfe sind möglichst standardisiert vorzubereiten. Zudem heben die Forschungsbefunde hervor, dass Unsicherheiten in der Lage transparent kommuniziert werden müssen, wobei das Prinzip der Doppelbelegbarkeit zur Verifizierung genutzt werden kann. Die Interpretation der Informationen sollte fachlich fundiert erfolgen, wobei der Einsatz eines „Advocatus Diaboli“ der Gefahr von Confirmation Bias entgegenwirken kann. Neben Dashboards sind insbesondere Zeitstrahle hilfreich, um Entwicklungen abzubilden. Insgesamt belegen die Befunde der vorliegenden Arbeit, dass die Rahmenbedingungen des Lage- und Informationsmanagements entscheidend sind. Dazu gehört eine fundierte
Aus- und Weiterbildung, um Stäbe auch auf Maximalereignisse vorzubereiten, sowie diese personell breit und technische resilient auszustatten. Vor dem Hintergrund explorativer Erklärungen Ansätze zur Verbesserung des Lage- und Informationsmanagements sind die abgeleiteten Erkenntnisse von zentraler Relevanz, da sie eine fundierte Grundlage für die Entwicklung gezielter Methoden und Werkzeuge zur Optimierung von Informationsflüssen und Entscheidungsprozessen in Stäben bieten.

03.2025 | Masterthesis im Projekt

Kubitza, M. (2025). Interviewbasierte Anforderungsanalyse zur Visualisierung psychosozialer Informationen und Entwicklung einer KI-unterstützten Darstellung der digitalen psychosozialen Lage: Eine Fallstudie. Masterthesis. Bergische Universität Wuppertal.

Kurzzusammenfassung: In den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl von Krisen- und Katastrophensituationen gestiegen, wodurch zahlreiche Menschen von weitreichenden Auswirkungen betroffen sind. Neben materiellen Verlusten, wie dem Verlust von Wohnraum, rücken zunehmend psychosoziale Aspekte in den Fokus. Beispielsweise kann der Verlust der existenziellen Grundlage oder nahestehender Personen erhebliche Auswirkungen auf die psychischeGesundheit haben. Die Flutkatastrophe im Ahrtal im Jahr 2021 verdeutlicht die Notwendigkeit, psychosoziale Aspekte verstärkt im Krisenmanagement zu berücksichtigen. Ein Teilbereich des Krisenmanagements ist das psychosoziale Krisenmanagement, das sich mit der Entscheidungsfindung und Maßnahmenplanung im Hinblick auf psychosoziale Bedarfe und verfügbaren Ressourcen befasst. Diese Informationen werden für Entscheidungstragende in einem psychosozialen Lagebild zusammengeführt. Die Erhebung psychosozialer Aspekte stellt jedoch eine Herausforderung dar, da sie individuell und unterschiedlich ausgeprägt sind sowie nicht immer unmittelbar sichtbar werden. Soziale Medien bieten einen digitalen Interaktionsraum zur Analyse psychosozialer Faktoren. Betroffene teilen dort Informationen, Meinungen, Bedarfe, Ressourcen und Stimmungen, die extrahiert und für Entscheidungstragende aufbereitet werden können. Die Herausforderung besteht darin, diese große Menge an verfügbaren Daten übersichtlich darzustellen, sodass Entscheidungstragende schnell und effektiv Maßnahmen ableiten können.


Vor diesem Hintergrund basiert diese Arbeit auf der Triangulation der Konzepte „Lagebild im Krisenmanagement“, „psychosoziale Aspekte“ und „digitaler Interaktionsraum“. Anhand von zwei Forschungsfragen werden die Anforderungen an ein psychosoziales Lagebild für Entscheidungstragende herausgearbeitet und durch ein Fallbeispiel visuell umgesetzt. Dazu werden qualitative, deduktive, induktive und experimentelle Methoden kombiniert. Zur Erhebung der Anforderungen wurden Interviews mit Entscheidungstragenden durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz kodiert und ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass das psychosoziale Lagebild von Entscheidungstragenden als relevant eingestuft wird, jedoch durch strukturelle und personelle Herausforderungen eingeschränkt ist. Die Befragten betonen zudem, dass Soziale Medien allein nicht für ein psychosoziales Lagebild reichen, bieten aber wertvolle Einblicke in Bedarfe, Ressourcen und die Stimmung der Bevölkerung. Für eine effektive Nutzung der Informationen aus sozialen Medien ist somit ein multidimensionaler Ansatz erforderlich. Aufgrund der Notwendigkeit einer multimedialen grafischen Darstellung psychosozialer Lagebilder wurde im zweiten Teil der Arbeit ein entsprechendes Dashboard entwickelt. Es dient der Analyse des psychosozialen Lagebilds im Kontext des „Weihnachtshochwassers 2023/2024“. Mit Hilfe der Software ArcGIS von Esri wurde ein interaktives Dashboard erstellt, das eine Webkarte mit ergänzenden Tabellen und Diagrammen kombiniert. Die Visualisierung umfasst Stimmungsanalysen, Bedarfe und Ressourcen, eine Beitrags-Zeitachse sowie Unigramm-Analysen auf Bundes- und Landesebene.

02.2025 | Publikation: Teil 3: Belastungen und Ressourcen im Kontext der Flutkatastrophe 2021

Kubitza, M., Tutt, L., Müller, F., Tomczyk, S. & Fiedrich, F. (2025). Teil 3: Belastungen und Ressourcen im Kontext der Flutkatastrophe 2021 - Ergebnisse der Studie FLUTPerspektive PSNV: Gruppendiskussionen mit Betroffenen und Einsatzkräften. Bevölkerungsschutzmagazin 02|2025. Link.

01.2025 | Publikation: International Journal of Disaster Risk Reduction

Tomczyk, S., Rahn, M., Mueller, F., & Fiedrich, F. (2025). Sharing and searching on social media in crises and disasters – A latent class analysis of a representative online sample. In International Journal of Disaster Risk Reduction (Bd. 116, S. 105077). Elsevier BV. doi.org/10.1016/j.ijdrr.2024.105077

12.2024 | Publikation: Notfallvorsorge 04|2024

Tutt, L., Müller, F., Kubitza, M. (2024). Integrierter PSNV-Ansatz für Flächenlagen - Forschungsbasierte Überlegungen zur Organisation der Psychosozialen Notfallversorgung und zu psychosozialen Bedarfen in Großschadenslagen. Notfallvorsorge, 4(2024), 5-8.

09.2024 | Publikation: Crisis Prevention 03|2024

Müller, F., Kubitza, M., Tomczyk, S., Lukas, T., Tutt, L., Fiedrich, F. (2024). Psychosoziale Herausforderungen in der digitalen Lageerkundung von Virtual Operations Support Teams (VOST). Crisis Prevention, 3(2024), 70-73. Link.

05.09.2024 | Bachelorthesis im Projekt

Ruck, D. (2024). Anforderungen an die Dokumentation von Lagebildern des digitalen Raumes. Bachelorthesis. Bergische Universität Wuppertal.

03.09.2024 | Bachelorthesis im Projekt

Stiesberg, J. L. (2024). Untersuchung der Zusammenhänge von Einflussfaktoren auf die psychosoziale Beanspruchung von Einsatzkräften nach potenziell traumatischen Einsätzen. Bachelorthesis. Bergische Universität Wuppertal.

09.2024 | Publikation: Konferenz Mensch und Computer 2024

Müller, Francesca; Tomczyk, Samuel; Fathi, Ramian; Frank, Fiedrich (2024): Virtual Operations Support Teams und ihr Beitrag zum Psychosozialen Lagebild in Deutschland. Mensch und Computer 2024 - Workshopband. DOI: 10.18420/muc2024-mci-ws13-136. Gesellschaft für Informatik e.V.. MCI-WS13: Workshop Mensch-Maschine-Interaktion in sicherheitskritischen Systemen. Karlsruhe. 1.-4. September 2024.

08.2024 | Publikation: sicher ist sicher (Issue 9)

Müller, F., Oppers, J. D., & Lukas, T. (2024). Aktuelle Erkenntnisse zum öffentlichen Vertrauen in Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. In sicher ist sicher (Issue 9). Erich Schmidt Verlag GmbH & Co. KG. doi.org/10.37307/j.2199-7349.2024.09.04.

05.2024 | Publikation: Proceedings of the 21st ISCRAM Conference – Münster, Germany May 2024

Müller, F., Bach, S. & Fiedrich, F. (2024). Social Media Analysis in Sudden Onset Disasters and its Usefulness for Decision Makers - Excerpt of a Scoping Review. ISCRAM Proceedings, 21. URL: https://ojs.iscram.org/index.php/Proceedings/article/view/70/53.

Müller, F., Kubitza, M., & Fiedrich, F. (2024). Psychosocial Aspects of the 2021 Flood Disaster in Euskirchen District, Germany: Strains, Resources, and the Role of Social Media. ISCRAM Proceedings, 21. URL: https://ojs.iscram.org/index.php/Proceedings/article/view/116.

04.2024 | Publikation: Systematische Analyse der Kommunikation in sozialen Medien zur Anfertigung Psychosozialer Lagebilder in Krisen und Katastrophen (#sosmap)

Müller, F., & Lukas, T. (2024). Systematische Analyse der Kommunikation in sozialen Medien zur Anfertigung Psychosozialer Lagebilder in Krisen und Katastrophen (#sosmap). Forschungs für den Bevölkerungsschutz - Kongressband I. Datei.

03.2024 | Publikation: Teil 2: Belastungen und Ressourcen im Kontext der Flutkatastrophe 2021

Berg, M., Tomczyk, S., Müller, F., Linke, M., Kubitza, M., Tutt, L. & Fiedrich, F. (2024). Teil 2: Belastungen und Ressourcen im Kontext der Flutkatastrophe 2021 - Ergebnisse der Studie FLUTPerspektive PSNV – qualitative Interviews mit Betroffenen. Bevölkerungsschutzmagazin 01|2024. Datei. Link.

03.2024 | Publikation: Teil 1: Belastungen und Ressourcen im Kontext der Flutkatastrophe 2021

Berg, M., Tomczyk, S., Müller, F., Linke, M., Kubitza, M., Tutt, L. & Fiedrich, F. (2024). Teil 1: Belastungen und Ressourcen im Kontext der Flutkatastrophe 2021 - Ergebnisse der Studie FLUTPerspektive PSNV – quantitative Befragung der Einsatzkräfte. Bevölkerungsschutzmagazin 01|2024. Datei. Link.

19.03.2024 | Wissenschaftliche Arbeit im Projekt

Stiesberg, J. L. (2024). Einflüsse auf die psychische Belastung von Einsatzkräften – Eine Untersuchung zum Einfluss des Wohnorts–. Wissenschaftliche Arbeit. Bergische Universität Wuppertal.

15.02.2024 | Wissenschaftliche Arbeit im Projekt

Ruck, D. (2024). Computerprogramme und Online-Anwendungen zur organisatorischen Arbeit in deutschen Virtual Operations Support Teams bei der Erstellung digitaler Lagebilder. Wissenschaftliche Arbeit. Bergische Universität Wuppertal.

30.10.2023 | Bachelorthesis im Projekt

Hinze, L. (2023). Maßnahmen der Psychosozialen Notfallversorgung für ersthelfende Personen bei Verkehrsunfällen in Deutschland. Bachelorthesis. Bergische Universität Wuppertal.

27.09.2023 | Bachelorthesis im Projekt

Jürgens, A. (2023). Systematische Zusammenfassung bestehender Dokumente zur Analyse sozialer Medien im Kontext von Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe – Ein Scoping Review. Bachelorthesis. Bergische Universität Wuppertal.

Abstract: Diese Arbeit dient der Übersicht über die vorhandene Evidenz und der Aufdeckung von Forschungslücken in Bezug auf die passive Datenerhebung aus den sozialen Medien für Krisenstäbe bei der Lageerkundung in Krisen und Katastrophen. Dabei wird vor allem auf die Art der erhobenen Informationen und auf die angewendeten Methoden eingegangen. Soziale Medien werden in unserer heutigen Gesellschaft zunehmend relevanter und es werden täglich Beiträge aus dem Leben der Bevölkerung veröffentlicht. Diese Beiträge können in Krisensituationen als zusätzliche Quelle von Informationen neben den üblichen Informationsquellen dienen, sie können das Situationsbewusstsein der Einsatzkräfte erweitern und somit den Krisenstab bei der Bewältigung von Krisen unterstützen. In das Review wurden Studien einbezogen, die sich mit eruptiven Krisen oder Katastrophen beschäftigen und sich auf die Bewältigungsphase des Katastrophenmanagement beziehen. Für die Literatursuche wurden englischsprachige Studien aus den zwei Online-Datenbanken „Web of Science“ und „IEEE Xplore“ verwendet, die letzte Suche erfolgte am 08.09.2023. Insgesamt wurden 27 Artikel ins Review eingeschlossen. Nach Durchführung einer qualitativen Inhaltsanalyse am Material wurden die Ergebnisse in Form von Diagrammen dargestellt und beschrieben. Die Analyse zeigt, dass sich die meisten Studien auf Naturkatastrophen beziehen und die menschengemachten Krisen in den Studien vernachlässigt werden. Außerdem wird festgestellt, dass bei der Entwicklung verschiedener Ansätze in den meisten Fällen keine Rücksprache mit den Einsatzkräften gehalten wird, eine Echtzeitanwendung findet ebenfalls in den wenigsten Studien statt. Es wird außerdem eine übermäßige Nutzung von Twitter als Quelle der Datengenerierung festgestellt. Insgesamt werden die sozialen Medien auf eine vielseitige Art und Weise genutzt und es werden viele unterschiedliche Methoden vorgeschlagen, was das große Potential der sozialen Medien als ergänzende Datenquelle widerspiegelt.

04.09.2023 | Publikation: Konferenz Mensch und Computer 2023

Müller, F., Tomczyk, S., Fathi, R., Berg, M., Tutt, L. & Fiedrich, F. (2023). Soziale Medien als psychosoziale Ressource in Krisen und Katastrophen. Mensch und Computer 2023 - Workshopband. DOI: 10.18420/muc2023-mci-ws01-348. GI. MCI-WS01: 10. Workshop Mensch-Maschine-Interaktion in sicherheitskritischen Systemen. Rapperswil. 3.-6. September 2023.

01.09.2023 | Poster bei der European Students Research Conference for Risk Safety Security

Kubitza, M. & Müller, F. (2023). Psychosocial Aspects of the 2021 Flood Disaster in Euskirchen District: Strains, resources and the role Social Media. European Students Research Conference for Risk Safety Security (ESCR) 2023. Cooperation Network for Risk, Safety & Security Studies.

26.08.2023 | Bachelorthesis im Projekt

Juhnke, S. (2023). Einfluss einer geringen Einsatzdichte auf die psychische Gesundheit von Feuerwehrkräften am Beispiel einer spezialisierten Feuerwehr. Bachelorthesis. Bergische Universität Wuppertal.

24.08.2023 | Wissenschaftliche Arbeit im Projekt

Marquardt, T. (2023). Kategorisierung von Open Source Intelligence Methoden ein Scoping Review. Wissenschaftliche Arbeit. Bergische Universität Wuppertal.

Abstract: Dieses Scoping Review untersucht die verschiedenen Open-Source-Intelligence (OSINT) Methoden und deren Kategorisierung. Ziel ist es, einen Überblick über die Vielfalt der OSINT-Methoden zu geben und die Unterschiede zwischen ihnen herauszuarbeiten. Das Review befasst sich ebenfalls mit der Entwicklung von Suchstrings unter Verwendung von booleschen Operatoren in den beliebtesten deutschen Suchmaschinen. Das Ergebnis ist ein umfassendes Verständnis der OSINT-Methodenlandschaft und der verschiedenen Ansätze, die Forscher und Praktiker bei der Informationsbeschaffung nutzen können.

10.08.2023 | Bachelorthesis im Projekt

Görtz, F. (2023). Psychosoziale Belastungen und Ressourcen während der Flutkatastrophe 2021 im Kreis Euskirchen. Bachelorthesis. Bergische Universität Wuppertal.

18.03.2023 | Bachelorthesis im Projekt

Kosciessa, T. (2023). Die psychosoziale Notfallversorgung in der Stabsarbeit - Rolle des psychosozialen Lagebildes im Entscheidungsmanagement. Bachelorthesis. Bergische Universität Wuppertal.

06.03.2023 | Wissenschaftliche Arbeit im Projekt

Arun, P. (2023). Der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Bevölkerungsschutz – Analyse von Anwendungsmöglichkeiten und ethischen Herausforderungen –. Wissenschaftliche Arbeit. Bergische Universität Wuppertal.

14.01.2023 | Beitrag BBK Tagungsband "Forschung für den Bevölkerungsschutz"

Müller, F., Lukas, T. (2023). Systematische Analyse der Kommunikation in sozialen Medien zur Anfertigung Psychosozialer Lagebilder in Krisen und Katastrophen (#sosmap). Tagungsband „Forschung für den Bevölkerungsschutz“. Bonn. 12.-14. Januar 2023.

04.01.2023 | Abstract zum Workshop "Stabsarbeit der Zukunft" an der BUW

Müller, F., Tomczyk, S. & Fiedrich, F. (2023). Soziale Medien zur Ergänzung des Lagebildes: Multiperspektivische Analyse der Resonanz zum Warntag. 7. Workshop „Stabsarbeit der Zukunft“. Wuppertal. 13.-14. März 2023.